Das bin ich – Inis Polter

Als Vorpommeranerin (bitte nicht mit Vorpommeranze verwechseln) bin ich am 11.02.1966 in Stralsund geboren und lebe noch immer als Vorpommeranerin schon über 20 Jahre in dem schönen Ostseebad Prerow. Die Grenze nach Mecklenburg immer vor Augen. Mein Vorname INIS, ist kein Schreibfehler von mir, sondern von der damaligen Hebamme. Nach 14 Jahren, zur Beantragung meines 1. Ausweises, fiel das 2. „I“ erst auf. Nachdem der Beamte meiner Mutter erklärte, dass die Änderung einen gewissen Betrag kosten würde, legte Mama fest, dann bleibt sie halt was Besonderes.
Kreative Ideen waren schon immer meins. Neben meinem Broterwerb habe ich immer irgendwas Anderes zum Ausgleich gemacht. Das Wichtigste war und ist natürlich mein Sohn, heute schon mit Familie.
Während meines Studiums (Ökonomie) habe ich gestrickt, gemalt, genäht…es ging auch immer weiter mit Gitarre spielen, Singen usw. also von ALLEM immer was und immer mitgemacht. Erfinderisch war ich schon immer und lange Weile hatte ich noch nie.
Bis heute habe ich noch einige Ehrenämter (ich kann auch nicht wirklich NEIN sagen, zu anderen und vor Allem auch nicht zu mir).
Als ich dann im November 2012 die Diagnose MS (MS steht hier nicht für Motorschiff) bekommen habe, habe ich gedacht: Wie jetzt? Die meinen doch nicht Dich?
Klar hat es seine Zeit gebraucht, um diese Diagnose zu verarbeiten. Und nun? Tja es gibt ja nur zwei Varianten: Aufhören oder Weitermachen. Da ich damals schon gedacht habe, wenn ich Aufhöre, würde ich ja Einigen sogar einen Gefallen tun, entschied ich mich also fürs Weitermachen.
Wie das Leben also so spielt und was Alles noch so dazu kam………..Unglaublich.
So ist es nun mal. Laufen kann ich nicht mehr so wirklich, also brauch ich auch meine geliebten Hackenschuhe nicht mehr. Ich habe alle „beerdigt“. Ein Paar habe ich behalten (fürs Bett). Hi Hi
Wenn ich meine Beine nicht mehr so einsetzen kann, muß ich eben was mit meinen Händen tun. So habe ich immer mal wieder gemalt. Da mir das immer mehr Spaß gemacht hat und ich auch von meinem Umfeld die Bestätigung bekommen habe (Ich glaube die haben das nicht nur so aus Höflichkeit gesagt), habe ich also immer weiter gemalt.
Jetzt male ich immer noch sehr gern und freue mich natürlich sehr, wenn es auch Anderen gefällt.
Inis Polter
